Scooter sind Elektroschrott? Das Problem beim Sharing

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Winston

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Einige Magazine berichten darüber, die E-Scooter seien nur Elektroschrott. Die Roller werden nach ihrem Gebrauch in die Ecke geworfen und verstopfen dadurch die Straßen. Der Blick erscheint aber (mal wieder) sehr kurzsichtig zu sein. So könnte man wiederum zahlreiche andere Produkte als Elektroschrott bezeichnen, aber bleiben wir bei den Rollern. Ein Privatkauf dessen Summe ca. 300+ Euro beträgt, wird wohl kaum seinen Roller in die Ecke werfen. Immer wird das Sharing als Grund einbezogen, aber das spricht wiederum nicht für die meisten Orte im Land. Außerhalb von Berlin, München & Co. sind noch lange keine Anbieter bekannt, sofern es denn jemals dort welche geben wird. Die meisten werden sich einen Roller kaufen und ihn pflegen, so ist jedenfalls meine Sicht der Dinge.
 
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Schabe

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in mancherlei Hinsicht kann ich das nachvollziehen. Es ist aber falsch immer strikt den Fortschritt abzulehnen, ohne zu wissen wie es wird. Ich leihe mir keine Roller, sondern kaufe sie. Außerdem könnte man doch Strafzahlungen einrichten. Irgend eine Lösung wird sich doch ergeben, ohne gleich zu Beginn die Roller abzulehnen.
 
BRØMSE

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Einige Magazine berichten darüber, die E-Scooter seien nur Elektroschrott. Die Roller werden nach ihrem Gebrauch in die Ecke geworfen und verstopfen dadurch die Straßen. Der Blick erscheint aber (mal wieder) sehr kurzsichtig zu sein. So könnte man wiederum zahlreiche andere Produkte als Elektroschrott bezeichnen, aber bleiben wir bei den Rollern. Ein Privatkauf dessen Summe ca. 300+ Euro beträgt, wird wohl kaum seinen Roller in die Ecke werfen. Immer wird das Sharing als Grund einbezogen, aber das spricht wiederum nicht für die meisten Orte im Land. Außerhalb von Berlin, München & Co. sind noch lange keine Anbieter bekannt, sofern es denn jemals dort welche geben wird. Die meisten werden sich einen Roller kaufen und ihn pflegen, so ist jedenfalls meine Sicht der Dinge.
Das Problem liegt weniger im Sharing an sich, sondern in der Haltbarkeit der vermieteten eScooter. Diese beträgt laut Lime, Bird, Vio etc. gerade mal 28 Tage. Bei Kosten von ca. 300€ pro Scooter ist das ein denkbar miserabler Business Case. Ja, in Deutschland hat man Vorkehrungen getroffen, um den Elektroschrott sowie Missbrauch zu unterbinden / einzudämmen, aber die Erfahrungen international sprechen deutliche Werte. Nichts desto trotz: Da schwingt aus Unkenntnis viel medialer Blödsinn mit. Wenn ich an Argumente wie „kann zu vielen Unfällen führen“, „hört man nicht“ oder „die Städte sind eh schon voll“ denke, kann ich nur schmunzeln. Fahrräder hört man auch nicht, Inline Skates waren auch nicht gerade verletzungsfrei und letztlich wird der Verkehrsraum lediglich umverteilt, sprich neu strukturiert. Er wird nicht mehr oder weniger, sondern bleibt gleich. So ähnlich muss es zur Zeit der ersten Autos gewesen sein. „Ich glaube an das Pferd“ ist die größte Fehleinschätzung der Menschheit nach „kein Mensch braucht Smartphones“. Der eScooter-Markt wird sich selbst sehr zügig regulieren und am Ende werden wenige Hersteller erfolgreich verbleiben. Produkte und Services sind immer dann besonders erfolgreich, wenn sie die Bequemlichkeit des Menschen bedienen. Der eScooter hat enormes Potential, ob privat oder via Sharing. Ich persönlich glaube aber, dass der private Bereich deutlich erfolgreicher sein wird. Sharing à la Call a Bike ist gnadenlos an die Wand geknallt. Im Car Sharing sieht es nicht anders aus. Und den eScootern wird gleiches widerfahren. Xiaomi u. Ninebot dominieren den Markt bereits jetzt. Was wollen teure Tanker wie Metz oder Egret da noch ausrichten? Die Automobilkonzerne verschlafen eMobility schon seit 10 Jahren. Da wird nichts Bewegendes kommen. Xiaomi und Ninebot machen das schon ganz richtig, in dem sie den Markt mit Eigenmodellen und White Labels fluten. Ich freue mich sehr auf diese „neue Welt“, die eigentlich auch schon ein alter Hut ist, denn angetriebene Scooter bin ich schon 1998 gefahren - mit Benzinmotor.
 
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Franklin

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Auch ich frage mich ob dieses Geschäftsmodell wirklich tragfähig ist.

Mal kurz gerechnet: Reichweite mal mit 40 Km bei Dauervollgas (wie denn sonst) angenommen ergibt eine Verleihdauer von gerade mal 2 Stunden bis zum Nachladen.
Kostenpunkt 1€ Grundgebühr plus 15 Cent/Minute ergibt 10€/Stunde.

Hier in Frankfurt muss ich ab 17:00 🕔 schon länger suchen um einen Tier-Scooter zu finden der wenigstens 50% Kapzität hat. Dann müssen die Teile eingesammelt werden, gereinigt, geladen und morgens wieder aufgestellt werden.

Wie soll sich das rechnen zumal 10€/Stunde nicht wirklich preiswert ist, für 30€ bekomme ich ein Auto für den ganzen Tag 🤷🏼‍♂️.

Von Vandalismus etc. mal ganz abgesehen.
 
F

Franklin

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Sehr sehenswertes Video, danke dafür. Bestätigt die Vermutungen die hier schon geäußert wurden.
Soll aber nicht unser Problem sein, meiner ist bestellt und kommt hoffentlich in etwa 3 Wochen 😊
 
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